Das Rettungswesen im Kreis Ludwigsburg

Eine Vorstellung unserer Heimat und den verschiedenen mitwirkenden im Rettungswesen.

Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz

In der Bildergalerie findet Ihr eine kleine organisationsübergreifende Auswahl an aktuellen Einsatzfahrzeugen aus dem Rettungsdienstbereich Ludwigsburg (Rettungsmittel aus dem boden- und luftgebundenen Rettungsdienst).

 

Kurz erklärt:

 

Der Landkreis Ludwigsburg zählt mit seinen 39 Städten und Gemeinden und den ca. 545.795 Einwohnern (Stand: 30.09.2019 / LRA LB) sowie einer Größe von 687 quadratkilometer zum sechst flächenmäßig größten Landkreis in Deutschland. In Baden-Württemberg liegt er dicht besiedelt, nordwestlich gesehen in der Region Stuttgart (Regierungsbezirk Stuttgart), welche ca. 2,7 Millionen Einwohner zählt.

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Im Rettungsdienst des Landkreises Ludwigsburg aktiv sind in der bodengebundenen Rettung der ASB, das DRK, die JUH, der MHD und die SAG (privater Anbieter) sowie in der Luft die DRF Luftrettung, zu Berg die Bergwacht des DRK und zu Wasser die DLRG. Am Notarztdienst beteiligen sich die RKH GmbH in Kooperation mit dem ASB und dem DRK sowie die DRF Luftrettung und der Medizinische Verbund Bottwar - im Bereich der Standortübergreifenden Stellung von Notärzten auch diverse Notarztbörsen (meist private Firmen). Erwähnenswert ist hier noch die Werkrettung der Robert-Bosch-GmbH die an zwei Standorten Rettungsmittel für den eigenen Bedarf vorhält und die Werkrettung der EnBW AG am Standort Neckarwestheim, die formal zum Rettungsdienstbereich Ludwigsburg gezählt wird - das Personal für die Werksambulanz und das Rettungsmittel wird hier neben freiwilligen Werksangehörigen durch einen Kooperationsvertrag von den Leistungserbringern ASB und DRK gestellt.

Die übergeordnete Einsatzführung, meist für größere und besondere Schadenereignisse, wird durch einen OrgL-Dienst (aufgeteilt zwischen ASB und DRK und getragen vom Landkreis Ludwigsburg) übernommen. Der LNA-Dienst, mit selbem Träger, wird hauptsächlich durch Notärzte mit entsprechender Zusatzqualifikation, meist von den Kliniken im Landkreis Ludwigsburg, aber auch durch niedergelassene Fachärzte, übernommen.

Mit 6 Notarzt-Standorten (am Klinikum Ludwigsburg, am Krankenhaus Bietigheim und am Standort in Ditzingen rund um die Uhr, sowie im Tagesbetrieb an den Standorten Oberstenfeld und Vaihingen, exklusive einem Luftrettungszentrum am Flugplatz Pattonville mit einem Internsivtransporthubschrauber (Dual-Use) und 10 Rettungswachen wird flächendeckend durch die Integrierte Leitstelle (ILS gGmbH) des Landkreises Ludwigsburg mit Sitz in der Hauptfeuerwache Ludwigsburg u.a. der notfallmedizinische Grundschutz sichergestellt. Zudem haben im Landkreis Ludwigsburg noch diverse Sonderfahrzeuge wie beispielsweise ein Baby-Notarztwagen, ein Intensivtransportwagen, ein Schwerlast-Rettungswagen und ein Wünschewagen Ihren Standort bei den Hilfsorganisationen und einer Klinik. Die Notfallrettung wird in der Vorphase bei entsprechendem Einsatzstichworten durch ein enges Netz an Helfer-vor-Ort (DRK-Einheiten) bzw. First-Responder-Gruppen (Feuerwehr-Einheiten) von ehrenamtlichen Einheiten der Hilfsorganisationen und bestimmter Feuerwehren im Landkreis Ludwigsburg unterstützt. In der Akut- und Nachphase steht dem Landkreis Ludwigsburg neben einem sehr gut organisierten ehrenamtlichen Netz an Einheiten und Helfern auch das Hintergrund-Rettungsdienstpersonal (dienstfreie Mitarbeiter) der Rettungsdienst-Organisationen ASB und DRK zur Verfügung, welches alarmiert werden kann.

Den Krankentransport stellen alle Hilfsorganisationen und privaten Anbieter (mit Ausnahme der JUH) im Landkreis Ludwigsburg haupt- und ehrenamtlich. In den Tageszeiten sind ca. 30 Fahrzeuge im Dienst. Für die Nachtzeiten ist ein Nacht-KTW im Dienst, der nur zu Wochenenden und Feiertagen durch weitere Fahrzeuge verstärkt wird.

Die ehrenamtlichen Einheiten

 

> Helfer vor Ort (HvO) / First Responder (FR)

Die HvO-Gruppen der DRK-Bereitschaften und die der Malteser Gliederung im Landkreis Ludwigsburg werden im Notfalleinsatz zu bestimmten Einsatzstichworten zeitgleich mit dem Rettungsdienst alarmiert, um die Zeit zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungsmittels zu überbrücken. Durch die Nähe ihres Wohnortes zum Einsatzort haben die Helfer vor Ort meist einen erheblichen Zeitvorteil als das anrückende Rettungsmittel. In dieser Überbrückungszeit übernehmen Sie die lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Patienten. Ein Einsatz wird in der Regel mit ein bis zwei Helfern / Rettern abgearbeitet. Neben den HvO-Gruppen der DRK-Bereitschaften und der Malteser Gliederung existieren auch noch 3 First Responder-Einheiten (FR) von Kräften der Freiwilligen Feuerwehren.

> Einsatzgruppe-Betreuung akut (EG-B akut)

Eine Besonderheit im Landkreis Ludwigsburg, über welche die meisten DRK-Bereitschaften verfügen sind die sogenannten Einsatzgruppen-Betreuung akut, die im Einsatz in Ausrückeverbunden (oder auch selbstständig) mit dem Rettungsdienst bis zu 20 Personen betreuen und die Versorgung von leicht Verletzten Patienten gewährleisten können. Weiter können Sie meist die Verpflegung und vorläufige Unterbringung von betroffenen Personen übernehmen und organisieren. Ein Einsatz wird hier mit mindestens 3 und optional 6 Helfern abgearbeitet, wovon mindestens eine Führungskraft im Team enthalten sein muss.

> Einsatzeinheiten (EE)

Im Landkreis Ludwigsburg existieren fünf Einsatzeinheiten aus dem Sanitätsbereich, deren Leistungsmodule sich gemischt aus den Hilfsorganisationen DRK und MHD zusammensetzen. Sie kommen bei Großschadensereignissen oder auch vorbeugend bei erhöhten Gefährdungslagen im Rahmen von planbaren Großveranstaltungen zum Einsatz. Sie unterscheiden sich in "Behandlung" (Zusatzausstattung Behandlung) und "Erstversorgung" (Zusatzausstattung Erstversorgung), die nur in Kombination einen Behandlungsplatz 25 aufbauen können. Sie unterteilen sich jeweils beide in 5 Leistungsmodule (LM), welche nachstehend aufgeführt sind: LM Führung (Führungsassistenz für die organisatorische und medizinische Leitung, Leitung und Koordination der Einsatzeinheit), LM Erstversorgung bzw. Schnelleinsatzgruppe-Erstversorgung (Sichtung, Patientenablage und Versorgung von ca. 10-12 Patienten der Kategorie T1 bis T3) / LM Behandlung (Mitführen von Geräten und Material zum Betrieb eines BHP 25, Betrieb eines BHP 25 in Kombination mit den anderen Modulen), LM Transport (Transport von mind. 4 Patienten der Kategorie T1 und T2), LM Betreuung und Logistik (Versorgung, Betreuung, Verpflegung und vorübergehende Unterbringung von mind. 100-125 Personen), LM Technik und Sicherheit (Technische Unterstützung und Absicherung der Einsatzeinheit). Die Leistungsmodule "Erstversorgung", "Transport" und "Betreuung und Logistik" sind als Schnelleinsatzgruppe (SEG) verfügbar. Eine Einsatzeinheit kann 250 Personen versorgen, über einen Behandlungsplatz sind es 500 Personen.

> Informations- und Kommunikationsgruppe (IuK)

Diese Einheit des DRK Kreisverband Ludwigsburg ist bei der DRK-Bereitschaft Marbach am Neckar angesiedelt. Sie kümmert sich mit Ihrem Informations- und Kommunikationsfahrzeug um die Unterstützung der Einsatzleitung - bei Schadenlagen größeren Ausmaßes - in der Errichtung und Sicherstellung der Kommunikationswege (Sprechfunk, Mobilfunk, Festnetz) aller Art.

> Kreisauskunftsbüro (KAB)

Diese Einheit des DRK Kreisverband Ludwigsburg ist autark und besteht überwiegend aus Verwaltungskräften. Sie kümmert sich um die Registrierung von Patienten und Einsatzkräften mit EDV-Hard- und Softwaresystemen bei größeren Einsätzen. Gemeinsam mit dem KAB Stuttgart wird auch die Einheit des überregionalen Kreisauskunftsbüro für landesweite Einsätze gebildet. Mehr erfahrt Ihr hier.

> Notfallseelsorge (NFS)

Die Notfallseelsorge im Landkreis Ludwigsburg wird von den evangelischen Kirchendekanaten und dem Landkreis Ludwigsburg getragen und es beteiligen sich mehrere Organisationen an der Durchführung (Evangelische und katholische Kirche, Feuerwehr und Rettungsdienst). Sie steht sowohl Patienten (in Akut-Situationen) als auch Einsatzkräften (Nachsorge / Überbringung Todesnachricht) zur Verfügung. Es stehen jeweils 2 diensthabende Notfallseelsorger mit einer Gebietszuteilung im Landkreis Ludwigsburg rund um die Uhr (im Bereitschaftsdienst) im wöchentlichen Wechsel zur Verfügung. Auch können bei Großschadenslagen mehrere Notfallseelsorger als Einheit abgerufen werden. Mehr erfahrt Ihr hier.

> Rettungshundebereitschaft

Die Rettungshundebereitschaften im Landkreis Ludwigsburg werden jeweils vom DRK und MHD gestellt. Sie können kreisweit und bei Anforderung auch landesweit aktiv werden. Es stehen jeweils mehrere Flächen- (Geruchspartikelsuche in der Fläche) und Trümmersuchhunde (Geruchspartikelsuche unter Trümmer) sowie Main-Trailer-Hunde (Geruchspartikelsuche in der Umgebung) zur Verfügung. Mehr zur RHS des DRK erfahrt Ihr hier und zum MHD hier.

> Kreisbereitschaftsleitung (KBL) / Fachberatung Ehrenamt

Die Kreisbereitschaftsleitung des DRK Kreisverband Ludwigsburg nimmt mit einem Funktionsdienst "KBL vom Dienst" rund um die Uhr ebenfalls bei bestimmten Indikationen (Einsatzstichworte mit potenziell kritischer Lage oder zeitaufwendigem Verlauf) am Einsatzdienst teil. Diese Funktion steht dem Einsatzleiter Rettungsdienst als Ansprechpartner für die Schnittstelle Hauptamt (Rettungsdienst) - Ehrenamt (Bereitschaften) zur Verfügung und berät primär entsprechend über zur Verfügung stehende vorgehaltene Ressourcen des Ehrenamts.

Die Einsatzstatistik

Im Landkreis Ludwigsburg werden durch die Integrierte Leitstelle des Landkreises ca. 300.000 Anrufe jährlich gezählt. Insgesamt kam es im Jahr 2018 zu je ca. 20 Notarzteinsätzen, ca. 70 Rettungswageneinsätzen und ca. 80 Krankentransporten jeweils pro 1000 Einwohner, im Landkreis Ludwigsburg, gesehen.

Die Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung der Retter, sowohl hauptberuflich als auch ehrenamtlich, wird in der Regel organisationsintern am Standort oder landes bzw. bundesweit, je nach Qualifizierungsmaßnahme durchgeführt. Die Landesschulen des ASB BW, DRK BWJUH BW und Medakademie, mobile medic sowie ProMedic befinden sich in unserem Bundesland - auch eine Reihe an Simulationszentren für die präklinische Notfallmedizin sind hier vertreten. Im Landkreis Ludwigsburg haben zudem die Malteser Landesschule Baden-Württemberg (Gebäude der Malteser Gliederung Korntal), die Rescue Akademie (Gebäude der Rettungswache in Kornwestheim-Pattonville) der SAG Ambulanz GmbH und das RKH-Simulationszentrum (Gebäude der Tages-Klinik Vaihingen an der Enz) Ihren Sitz.

Quelle und Zahlen: Landkreis Ludwigsburg / Presseartikel der regionalen Presse

Ihr interessiert euch für den Rettungsdienstbereich Ludwigsburg oder habt Fragen dazu, dann kontaktiert hierzu mit eurem Anliegen unsere Servicestelle Retter per E-Mail unter: servicestelle-retter@insideteam.de.

Integrierte Leitstelle des Landkreises Ludwigsburg

 

Kurz erklärt:

 

Der Landkreis Ludwigsburg zählt mit seinen 39 Städten und Gemeinden und den ca. 545.795 Einwohnern (Stand: 30.09.2019 / LRA LB) sowie einer Größe von 687 quadratkilometer zum sechst-größten Landkreis in Deutschland. In Baden-Württemberg liegt er dicht besiedelt, nordwestlich gesehen in der Region Stuttgart (Regierungsbezirk Stuttgart), welche ca. 2,7 Millionen Einwohner zählt.

Die Integrierte Leitstelle des Landkreises Ludwigsburg ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) und wurde am 20.02.2014 gegründet. Der Übergang der neuen Integrierten Leitstelle in den Echtbetrieb erfolgte am 08.07.2014. Die ILS gGmbH gehört jeweils zu gleichen Teilen den folgenden Gesellschaftern und Trägern, welche auch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben als Aufgabenträger zum Betrieb der Leitstelle vorgesehen sind: Zum einen Teil dem Landkreis Ludwigsburg (Behörde) und zum anderen Teil dem DRK Kreisverband Ludwigsburg e.V. Die Investitions- und Betriebskosten teilen sich gemäß Konsortialvertrag die beiden Gesellschafter.

 

Beheimatet ist Sie im 1. Stock der Hauptfeuerwache Ludwigsburg (Ludwigsburg, Marienstraße 22). Sie verfügt über 350 Quadratmeter, der Technikraum ist mit 60 qm beziffert. Ausgestattet ist Sie weiter mit 8 vollwertigen Abfrageplätzen, 2 zusätzlichen vollwertigen Abfrageplätzen in den Räumlichkeiten der Administratoren sowie 6 Ausnahme-Abfrageplätzen (für die reine Notrufabfrage).

 

Der Dienst wird im 3-Schicht-Betrieb versehen, wobei die Anzahl der Personalstärke, in Abhängigkeit von Zeit und Wochentag schwankt, jedoch rund um die Uhr im mindesten 3 Disponenten nicht unterschreitet. Im Dienst befindet sich immer ein Lagedienstführer, Leitstellendisponenten (sog. Dispatcher) und Notrufsachbearbeiter (sog. Calltaker). Das Personal ist direkt bei der Gesellschaft angestellt – eine Ausnahme besteht beim Personal, welches die Funktion des Disponenten für den Feuerwehrbereich ausfüllt. Diese Funktion wird rund um die Uhr durch die Stadt Ludwigsburg (Fachbereich 37 - Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, Abteilung 1, Hauptamtliche Kräfte) abgeordnet. Eine personelle Verstärkung zu Schichten mit drohender oder bestätigter erheblicher Mehrbelastung über mehrere Stunden (beispielsweise angekündigtes oder bestehendes Unwetter, Silvester, Großschadenslagen) kann entweder im voraus eingeplant oder nachalarmiert werden.

Das Aufgabenspektrum einer Integrierten Leitstelle ist vielseitig und kann in wesentlichen Punkten so definiert werden:

> Notrufannahme (Notrufnummer 112 sowie anderen Meldewegen), Notrufabfrage und Weiterleitung an andere zuständige Leitstellen

(u.a. Nachbarleitstellen der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr, Führungs- und Lagezentren der Polizei, u.s.w.)

> Annahme von Alarmmeldungen durch Brandmeldeanlagen und sonstigen automatisierten Alarmsystemen welche auflaufen

(gemäß zugelassenen Übertragungsverfahren nach DIN)

> Notrufbegleitung

(Aufrechterhaltung des Kontakts zum Notrufenden, Anleitung zur Ersten Hilfe vor Ort)

> Einsatzerstellung

(Abfrage des Notrufs, Prüfung und Zuteilung der Einsatzart, Vergabe/Zuordnung Einsatzstichwort)

> Disposition und Alarmierung, Anforderung externe Kräfte (bei Bedarf), An- und Abmeldung von Einsatzkräften und Rettungsmitteln

> Einsatzunterstützung Feuerwehr / Notfallrettung

(Wegführung, Kommunikation, Dokumentation, Nachalarmierung, Ressourcenmanagement, Lagebild, Führungsunterstützung,
ggf. Benachrichtigung des Leichenschauarztes)

> Entgegennahme Servicerufnummer 19222 und Disposition Krankentransport

(Entgegennahme, Abfrage, Prüfung Auftragsart, Disposition KTW, Dokumentation, logistische Routenplanung, An- und Abmeldung
von Einsatzkräften und Rettungsmittel)

> Mitwirkung im Katastrophenschutz

(Umsetzung von Maßnahmen und Wahrnehmung von Koordinierungsaufgaben im Auftrag der zuständigen Katastrophenschutzbehörde / unverzügliche Abgabe von Meldungen über Katastrophen und andere schwere Schadensereignisse, bei denen nicht auszuschließen ist,
dass sie das Ausmaß einer Katastrophe haben an die Katastrophenschutzbehörde / Teilnahme an Übungen unter einheitlicher Führung
der Katastrophenschutzbehörde)

> Abfrage und Koordination des kassenärztlichen Bereitschaftsdienst

(Ausgelagert an die Integrierte Leitstelle des Landkreises Rems-Murr)

> Meldekopfaufgaben

(Auf Anforderung der Einsatzleitung oder aufgrund von Regelungen in Alarm- und Einsatzplänen Benachrichtigung von Polizei und Ortspolizeibehörden, Fachbehörden, Krankenhäusern, Oberleitstelle BW, vorgesetzten Verwaltungsebenen, anderen Behörden und
politischen Vertretern sowie der benachbarten Leitstellen / Benachrichtigung von Versorgungsunternehmen

Aufgaben nach Hochwassermeldeordnung / Meldekopf nach den Katastropheneinsatzplänen des Landkreises und den besonderen Katastropheneinsatzplänen des Landes / Kontakt halten mit der Oberleitstelle BW (lageabhängig) / (ggf./teilw.) Meldekopf für melde-
pflichtige Ereignisse von Störfallbetrieben / Entgegennahme der Ersuchen um Amtshilfe/Unterstützung / Entgegennahme und Durch-
führung / Weiterleitung der amtlichen Warnung der Bevölkerung)

> Interne Serviceaufgaben

(Entgegennahme der dienstlichen Servicerufnummer, Bedienung der digitalen Steuerelemente der Hauptfeuerwache, weitere Sonder-aufgaben nach Zuweisung)

> Allgemeines Lagebild

(Kenntnis von Zeit, Wetter, laufende Einsätze, eingesetzte und verfügbare Ressourcen und Einsatzmittel, Großveranstaltungen und Übungen, Verkehrslage, Beobachtung der Pegelstände der Gewässer, Beobachtung sonstiger Systeme)

> Sicherstellen des eigenen Betriebes

> Datenpflege

> Aus- und Fortbildung des eigenen Personals

> Dokumentation, Statistik, Berichtswesen

> Qualitätsmanagement

Die Besonderheit

Erwähnenswert ist, dass zwischen den Integrierten Leitstellen des Landkreises Böblingen und Ludwigsburg ein Kooperationsvertrag besteht. Dieser beinhaltet die Weiterleitung des Notruf an die jeweils andere Leitstelle bei maximaler Spitzenauslastung der Notrufleitungen sowie den Zugriff auf ein gemeinsam geschaffenes virtuelles Informationssystem durch die Disponenten.

Die Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung, welche als berufliche Weiterbildung zum Leitstellendisponenten für die Tätigkeit in Integrierten Leitstellen in Baden-Württemberg in zwei Fachlehrgängen durchgeführt wird, findet in gemeinsamer Ausführung an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg und der DRK-Landesschule Baden-Württemberg gGmbH statt.

Quelle und Zahlen: Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg / Landkreis Ludwigsburg / Presseartikel

Ihr interessiert euch für die Integrierte Leitstelle des Landkreises Ludwigsburg oder habt Fragen dazu, dann kontaktiert hierzu mit eurem Anliegen unsere Servicestelle Retter per E-Mail unter: servicestelle-retter@insideteam.de.

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk

In der Bildergalerie findet Ihr eine kleine organisationsübergreifende Auswahl an aktuellen Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren und THW-Ortsverbände im Landkreis Ludwigsburg.

 

Kurz erklärt:

 

Der Landkreis Ludwigsburg zählt mit seinen 39 Städten und Gemeinden und den ca. 545.795 Einwohnern (Stand: 30.09.2019 / LRA LB) sowie einer Größe von 687 quadratkilometer zum sechst-größten Landkreis in Deutschland. In Baden-Württemberg liegt er dicht besiedelt, nordwestlich gesehen in der Region Stuttgart (Regierungsbezirk Stuttgart), welche ca. 2,7 Millionen Einwohner zählt.

Der Grundschutz in den 39 Städten und Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg wird durch die kommunalen Feuerwehren sichergestellt. Sie haben den gesetzlichen Auftrag, Hilfeleistung bei Schadensfeuer (vorbeugender und abwehrender Brandschutz) zu leisten und öffentliche Notstände zu beheben sowie die Technische Hilfeleistung zur Rettung von Mensch und Tier aus lebensbedrohlichen Lagen sicherzustellen. Im Bereich der Wasserrettung kooperiert man mit der DLRG Bezirk Ludwigsburg - Wasserrettungsdienst und im Bereich der Berg-Rettung auf dem Gebiet der Hessigheimer Felsengärten mit der DRK Bergwacht Württemberg - Bereitschaft Unterland. Für besondere und spezielle Einsatzlagen können die Feuerwehren sowohl auf die Einheiten des Technischen Hilfswerk - Ortsverbände Bietigheim und Ludwigsburg zurückgreifen, als auch auf die Spezialkräfte der primär zuständigen Berufsfeuerwehren aus Heilbronn und Stuttgart. Erwähnenswert sind hier noch die 4 Werkfeuerwehren im Landkreis Ludwigsburg (BASF - Standort Besigheim, Robert-Bosch-GmbH - Standorte Gerlingen und Schwieberdingen, Nestlé Deutschland GmbH - Standort Ludwigsburg). Einen Imagefilm über die Feuerwehren im Landkreis Ludwigsburg können Sie sich hier anschauen.

Die Gemeinde-Feuerwehren im Landkreis Ludwigsburg sind mit Ausnahme einer Feuerwehr reine freiwillige Feuerwehren, mit teilweise hauptamtlichen Angestellten (damit sind Funktionen wie beispielsweise Kommandanten, Gerätewarte und Verwaltungsmitarbeiter gemeint). Die Feuerwehr der Stadt Ludwigsburg ist aufgrund des höheren Gefährdungspotenzial und dem vermehrten Einsatzaufkommen auf hauptberufliche Kräfte angewiesen, um den täglichen Dienstbetrieb gewährleisten zu können und unterhält darum eine Abteilung Berufsfeuerwehr. Diese gewährleistet rund um die Uhr (in den Nachtzeiten in reduzierter Version) eine Ersteinheit, die in der Hauptfeuerwache (Ludwigsburg, Marienstraße 22) stationiert ist. Die freiwilligen Kräfte unterstützen neben Ihrem eigentlichen Alarm-Bereitschaftsdienst (rund um die Uhr) an Wochenenden und Feiertagen mit zusätzlichen Kräften die Ersteinheit der hauptamtlichen Kräfte auf der Hauptfeuerwache Ludwigsburg.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist eine Bundeseinrichtung und leistet technische Hilfe 1. nach dem Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz, 2. im Ausland im Auftrag der Bundesregierung, 3. bei der Bekämpfung von Katastrophen, öffentlichen Notständen und Unglücksfällen größeren Ausmaßes auf Anforderung der für die Gefahrenabwehr zuständigen Stellen sowie 4. bei er Erfüllung öffentlicher Aufgaben im Sinne der Nummern 1 bis 3, soweit es diese durch Vereinbarung übernommen hat.

Das THW verfügt im Landkreis Ludwigsburg an beiden Standorten über je einen Führungstrupp, eine Bergungsgruppen und die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung als Bestandteil eines Technischen Zug's. Weiter verfügen beide Standorte über sogenannte Fachgruppen, welche eine spezielle Gefahrenabwehr darstellen. Der Standort Bietigheim stellt einen Teil der Fachgruppen Logistik, zuständig für die Verpflegung. (Kalt- und Warmverpflegung sowie Getränke für 200 Personen) und Wassergefahren (Rettung und Technische Hilfe an und auf dem Wasser). Der Standort Ludwigsburg stellt die Fachgruppen Elektroversorgung (Gewährleistung einer temporären Stromversorgung mittels Netzersatzanlagen) und Wasserschaden/Pumpen (Beseitigung von Überflutungen und Überschwemmungen). Des weiteren verfügt der Standort Ludwigsburg über einen Baufachberater, dieser kann die Stabilität von Bauwerken bewerten und die Einsatzleitung über weitere Maßnahmen beraten. Bei Bedarf können aus der Region (innerhalb des Regionalbereichs) oder auch landes- und bundesweit Fachgruppen hinzugezogen werden, im gleichen Zuge aber auch von den Standorten im Landkreis Ludwigsburg abgezogen werden.

Die Einheiten von Feuerwehr und Technisches Hilfswerk werden alle durch die Integrierte Leitstelle des Landkreises Ludwigsburg mit Sitz in der Hauptfeuerwache Ludwigsburg alarmiert.

Im Landkreis Ludwigsburg übernimmt der überwiegende Teil der kommunalen Feuerwehren überörtliche Zusatzaufgaben, um im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit, Einsätze effektiver bewältigen zu können.

Die Einheiten

 

> Vorhaltung von Einheiten im Rahmen der eigenen Spezialisierung

Jede Feuerwehr unterhält - orientierend an Ihren Fahrzeugen und gemeindespezifischen Gefahren - entsprechende eigene Fachgruppen. Einige Fachgruppen, die man im Landkreis Ludwigsburg häufig findet, haben wir hier aufgelistet: Absturzsicherungsgruppe (Erstmaßnahmen vor Eintreffen von Spezialkräften bzw. Sonderfahrzeugen), Gewässereinsätze / Wasserrettung (Spezialisierung bei Einsätzen im Bereich der Gewässer), Löschwasserversorgung (Wasserförderung über lange Wegstrecken), Medizinische Gruppe (Team aus Feuerwehr-Kräften mit Fachausbildung Sanitätsdienst / Rettungsdienst für den Einsatzdienst) und viele weitere.

> Feuerwehren mit Fahrzeugen mit überörtlichem Einsatzgebiet

Die Feuerwehren (Asperg, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Ditzingen, Gerlingen, Großbottwar, Hemmingen, Korntal-Münchingen, Kornwestheim, Ludwigsburg, Marbach, Markgröningen, Murr, Oberstenfeld, Remseck, Steinheim, Vaihingen) halten Sonderfahrzeuge (AB-ELW2, AB-GG, DLA mit Korb 18/12, DLA mit Korb 23/12, TLF 20/40 und TLF 20/40 SL, RW, VRW, WLF) für ein überörtliches Einsatzgebiet vor. Dies bedeutet, dass Sie überörtlich bei Indikation (AAO) oder auf Nachforderung durch den Einsatzleiter vor Ort, die oben genannten Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Den Standort- und Zuständigkeitsplan für die Drehleitern könnt Ihr euch hier (Plan) anschauen.

> Gefahrstoffeinsatz-Konzept des Landkreises Ludwigsburg

Hier ist geregelt, dass bei einem Gefahrstoffeinsatz im Kreis, folgende Einheiten organisiert und kreisweit zum Einsatz kommen: Unterstützungseinheit Gefahrstoffersteinsatz (spezielle überörtliche Einheit einer oder mehrerer Feuerwehren im Zusammenschluss, die bei einem Gefahrstoffeinsatz erste erweiterte Maßnahmen nach der GAMS-Regel übernimmt, welche die Zeit zwischen den Maßnahmen der örtlichen Feuerwehr und der Spezialkräfte überbrückt), Gefahrstoffzug (Spezialkräfte der Feuerwehr Asperg und/oder Vaihingen), ABC-Dekon-Einheit „Einsatzkräfte“ (Spezialkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg), ABC-Dekon-Einheit „Verletzte“ (Spezialkräfte der Feuerwehr - im Aufbau), ABC-Mess-Einheit (Spezialkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg). Das Gefahrstoffeinsatz-Konzept könnt Ihr euch hier (Konzept) anschauen. Des weiteren werden Fachberater eingesetzt.

> Wechselladerkonzept des Landkreises Ludwigsburg

Hier werden in den größeren Feuerwehren des Landkreises Ludwigsburg (Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg, Remseck, Vaihingen) diverse Abrollbehälter mit Wechselladerfahrzeugen dezentral vorgehalten. Diese sind: AB-Atemschutz/Strahlenschutz, AB-Einsatzleitung (ELW2), AB-Gefahrgut, AB-Großschadenslage, AB-Hochwasserschutz (wird noch beschafft), AB-Rüst (wird noch beschafft), AB-Sonderlöschmittel, AB-Wasserförderung (wird noch beschafft), AB-Tank (weitere werden noch beschafft) und AB-Mulde/Kran. Das Wechselladerkonzept könnt Ihr euch hier (Teil I und Teil II, weiterer Teil: hier) anschauen.

> Vorhaltung von Fahrzeugen für den Katastrophenschutz

Diverse kommunale Feuerwehren verfügen über vom Land zur Verfügung gestellte Katastrophenschutz-Fahrzeuge und werden somit bei entsprechender Indikation kreis- oder landesweit eingesetzt. Hier sind beispielsweise das LF-KatS, der SW2000 und der AB-Notfallstation zu nennen. Letzterer wird im Einsatz gemeinsam mit dem Technische Hilfswerk betrieben. Eine Übersicht über die ausgelieferten KatS-Fahrzeuge in Baden-Württemberg könnt Ihr euch hier (Übersicht) anschauen.

Die Besonderheiten

> 1 Unterstützungseinheit Soziale Medien zur Information der Bevölkerung über aktuelle Schadensfälle größeren Ausmaßes und Katastrophen
(Teil des Sachgebiet 5 Presse- und Medienarbeit des Führungsstab des Landkreises Ludwigsburg)​
> 16 Drehleitern (kommunale Feuerwehren) und 1 Teleskopmast (Werkfeuerwehr Schwieberdingen) im Landkreis Ludwigsburg
> 2 Großlüfter (Feuerwehr Bietigheim-Bissingen und Werkfeuerwehr Schwieberdingen)

> 2 Krafträder (Feuerwehr Bietigheim-Bissingen), kreisweit einsetzbar

> 2 Drohnen-Einheiten (Feuerwehr Oberriexingen und Feuerwehr Walheim), kreisweit einsetzbar
> 1 Druckgas-Bergebehälter (Feuerwehr Asperg), landesweit (oder bis zu 250 km weit) einsetzbar

​> 3 First-Responder-Einheiten (Feuerwehren Asperg, Freudental und Mundelsheim), die den Rettungsdienst unterstützen

> 2 Mobile Sichtschutzwände (Feuerwehr Freiberg und Feuerwehr Möglingen), kreisweit einsetzbar

> 1 Abrollbehälter-Notfallstation (Feuerwehr Kornwestheim), landesweit einsetzbar

> 1 Wachmannschaft der Feuerwehr Ludwigsburg in gemischter Form (hauptberuflich und ehrenamtlich gemischt) von Mo-So im Tagdienst

 

Die Einsatzstatistik

Im Landkreis Ludwigsburg wurden im Jahr 2019 durch die Feuerwehren 3.490 Einsätze abgearbeitet. Davon entfielen 2.433 Einsätze auf technische Hilfeleistungen, 834 auf Brandeinsätze, 164 Gefahrguteinsätze, 956 Fehlalarme und 469 sonstige Einsätze. Die Feuerwehr Ludwigsburg leistete ca. 1/4 der Gesamteinsätze. Das THW im Landkreis Ludwigsburg bewältigte im Jahr 2018 zwar wenige aber zeitintensive Einsätze, teilweise über mehrere Tage.

Die Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung der Feuerwehr-Angehörigen wird je nach Qualifizierungsmaßnahme am Standort oder kreisweit über den KFV Ludwigsburg bzw. landesweit über die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg durchgeführt - auch eine Reihe an Übungsanlagen für die Brandbekämpfung sind hier vertreten. Für THW-Helfer gilt selbiges oder überregional über die zuständige THW-Regionalstelle Stuttgart sowie landesweit über die zwei Bundesschulen des THW am Standort Hoya oder Neuhausen.

Quelle und Zahlen: Landkreis Ludwigsburg / Kreisfeuerwehrverband Ludwigsburg / THW OV Ludwigsburg

Ihr interessiert euch für den Bereich Feuerwehr- und/oder THW im Landkreis Ludwigsburg oder habt Fragen dazu, dann kontaktiert hierzu mit eurem Anliegen unsere Servicestelle Retter per E-Mail unter: servicestelle-retter@insideteam.de.

LNA Kater LB 4

Diensthabender Leitender Notarzt des Landkreises Ludwigsburg